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08.10.1943 Bremen-Hasenbüren

Angriffsziel : Bremen
Absturzzeit : 15:29
Flugzeugtyp : B-17F-95-BO
Seriennummer : 42-30292
Werknummer:  
Kennung : CC-Q
Nickname : "Pulsatin Polly"
Einheit : 390th BG, 569th BS
Heimatbasis :  
Status der Besatzung : 6 KIA, 4 POW


Die Besatzung:

FunktionDienstgradNameStatus
P 1st Lt. Marshal M. Shepherd MIA
CP 1st Lt. Neil P. Murphy KIA
N 2nd Lt. Jess L. Wyatt MIA
B 2nd lt. Owen G. Smith POW
TT T/Sgt. William B. Masters KIA
RO S/Sgt. Charles Brown KIA
BT S/Sgt. Robert Ross KIA
RW S/Sgt. James L. Helms POW
LW S/Sgt. Harold T. Lambert POW
TG S/Sgt. Albert W. Martin POW

 

 

Die Besatzung, Crew 17

Obere Reihe, von links nach rechts.

Robert Ross (Ball Turret Gunner) - KIA, Charles Brown (Radio Operator/Gunner) - KIA, William Masters (Engineer/Top Turret Gunner) - KIA, Albert Martin (Tail Gunner) - POW, Harold Lambert (Waist Gunner) - POW, James Helms (Waist Gunner) - POW.

Untere Reihe, von links nach rechts.

Owen Smith (Bombardier) - POW, Marshall Shepherd (Pilot) - MIA, Neil Murphy (Co-Pilot) - KIA, Jesse Wyatt (Navigator) - MIA

 

Über dem Ziel Bremen erhielt die B-17 im Sperrfeuer der Flakabwehr vier direkte Treffer, in das Cockpit, den Funkraum sowie je ein Treffer in jede Tragfläche. Zwei der Motoren fingen Feuer. Der Bomber geriet ins Trudeln und der verletzte 1st Lt. Shepherd gab den Befehl zum Absprung. 2nd Lt. Smith versuchte die vordere Fluchtluke zu öffnen, die aber festgefroren war . Funker Charles Brown macht den Bordschützen Lambert auf den gegebenen Befehl aufmerksam, da dieser ihn nicht gehört hatte. Seine Bordsprechverbindung war ausgefallen. S/Sgt.Brown, S/Sgt.Helms und S/Sgt. Ross, Schütze im unteren Kugeldrehturm, versuchten die seitliche Fluchtluke zu öffnen, die ebenfalls verklemmt war. Noch wärend sie an der Luke arbeiteten explodierte der Bomber. Smith, Helms und Lambert wurde durch die Wucht der Explosion ins Freie geschleudert. Nur der Heckschütze S/Sgt. Martin konnte regulär abspringen. Helms, verletzt durch heisses Öl, das die eine Gesichtshälfte traf, wurde sofort nach seiner Landung gefangen genommen. S/Sgt. Lambert landete auf der Ostseite der Weser in der Nähe einer Werft . (Anm d. Webm.: Vermtl ex. AG Weser.) Copilot 1st Lt. Murphy wurde tot bei Seehausen aus der Weser geborgen. S/Sgt. Brown, T/Sgt. Masters und S/Sgt. Ross, dieser als Unbekannter, werden auf dem Neuen Friedhof in Oldenburg in den Gräbern Nr. 261-263 am 15. Oktober 1943 bestattet. 1st Lt. Shepherd und 2nd Lt.Wyatt wurden vermutlich nie gefunden, denn ihnen wird auf dem Friedhof Netherland American Cemetery in Margraten in Holland auf den Gedenktafeln für die Vermissten gedacht.

 

Quellen:

MACR 783

ABMC, USA

Abschussliste der 8. Flakdivision

Abschusskladde Luftgaukdo. XI

Stadtarchiv der Stadt Oldenburg

 

Stand: 07.07.2015

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Wrackteile von Blenheim gefunden!

Ende Juni 2015 wurden durch eine Kampfmittelbeseitigungsfirma im Bremer Blockland Wrackteile eines Flugzugs geborgen. Jens-Michael Brandes von der Arbeitsgruppe Luftfahrtarchäologie wurde informiert und besichtigte zusammen mit Prof. Dr. Halle von der Bremer Landesarchäologie die Teile auf dem Gelände der Firma. Frau Prof. Dr. Halle übernahm einen Fliegerhandschuh sowie Reste eines Stiefels zur Konservierung.

J.-M. Brandes nahm in Absprache mit  Frau Prof. Dr. Halle einige Teile mit zur Auswertung nach Hause. Noch am selben Abend war klar das es sich um einen mittleren Bomber vom Typ Bristol Blenheim VI handelte. Bei weiteren Untersuchungen konnten einen Tag später zwei Aufschriften, eine mit Schablone lackiert, die andere Aufschrift mit Bleistift angefertigt, entdeckt werden, die, die Seriennummer der Maschine nannten, V6020.

Die Teile wurden im Rahmen einer Ausstellung am 13.09.2015 zum Tag des offen Denkmals in der Landesarchäologie ausgestellt.

Mehr lesen...

Luftfahrtarchäologie 2015. Zertifizierung Sondengänger mit Polizeieinsatz.

Am 10.10.2015 fand auf Einladung von Prof. Dr. Hauke Jöhns, leitender wissenschaftlicher Direktor des Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung, und Frau Dr. Jutta Precht, Kreisarchäologin des Landkreises Verden der praktische Ausbildungsteil des Zertifizierungslehrgangs für Sondengänger statt. Ausgesucht hatte Frau Dr. Precht eine vermutete germanische Siedlungsfläche aus der römischen Kaiserzeit in Hülsen, Gemeinde Dörverden, auf dem die Ausbildung mit den Sondengängern durchgeführt wurde. Als Vertreter der Landesarchäologie Niedersachsen war Herr Mario Pahlow M. A. vom Stützpunkt Lüneburg anwesend. Bei kühlen 4,5° C traffen sich die Teilnehmer und wurden bei einer Tasse heißem Kaffee durch Prof. Dr. Jöhns und Dr. Precht eingewiesen. Anschließend wurde die, vom Landwirt netterweise extra für den Lehrgang, umgebrochene Fläche in mehrer Suchflächen von 10 X 10 Meter eingeteilt. Die Teilnehmer durften dann erstmal nur ihre Augen einsetzen und "ihre" Fläche nach Keramiken, bearbeiteten Feuersteinen oder anderen Auffälligkeiten absuchen. 

Oberflächensuche, nur mit den Augen

Oberflächensuche mit den Augen...

Detektorsuche

...und der Sonde.

Die dabei gemachten Lesefunde wurden dann durch einen der Archäologen begutachtet, danach wurde für jeden Fund ein Fundzettel ausgefüllt. Endlich durften die Teilnehmer mit der Sonde suchen. Hier war die "Trefferqoute" hoch, allerdings nicht unbedingt bei den archäologisch verwertbaren Funden, eher bei technischen Teilen von Landmaschinen und, unerwartet, Infantriemunition aus italienischer Fertigung, die vermutlich von Beutewaffen stammte die in der ehemaligen nah gelegenen Kriegsmarine-Fahrschule geführt wurden. Augenscheinlich wurde nach Kriegsende die Muntion durch Sprengung auf unserer Ausbildungsfläche vernichtet. Das bedingte das zweimalige Kommen der Polizei um die gesammelte Muntion zu übernehmen.

Munition und Munitionsteile

Munition und Munitionsteile.

Noch vor dem Mittag wurde "umgesetzt" und die zweite Hälfte der Ackerfläche abgesteckt. Um etwa 12:30 Uhr lud Frau Dr. Precht zu einem einfachem aber schmackhaften Mittagessen ein, das bei herlichem Sonnenschein am Ackerrain eingenommen wurde. Bevor es wieder auf die Suchfläche ging, erläuterte Frau Dr. Precht das Ausfüllen einer Fundmeldung. 

Mittagessen

Mittag!

Gegen 15:15 Uhr hatten alle Teilnehmer ihre zweiten 10 X 10 Meter großen Flächen abgesucht und so konnte abgebaut und aufgeräumt werden. Höhepunkt für alle war die Übergabe der Teilnahmebescheinigung mit denen die Teilnehmer nun in Absprache mit den zuständigen unteren Denkmalbehörde Flächen mit der Sonde begehen dürfen.

 Archäologisch Relevante Funde

Archäologisch relevante Funde.

Stand: 11.10.2015

 

Bergung einer Me 109 G-10 in Stendern, Gemeinde Bücken.

Am 26.08.2016 wurde durch den Verein um Werner Oeltjebruns "Flieger, Flugzeuge, Schicksale" und Unterstützung der "Arbeitsgruppe Luftfahrtarchäologie Niedersachsen", so wie der Bundesschule des THW in Hoya unter Begleitung des Kampfmittelräumdienstes, des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. un der  Kommunalarchäologie vertreten durch Dr. Jens Berthold die Reste einer Messerschmitt Me 109 G-10 geborgen.

Abziehen der Ackeroberfläche

Erste Spuren des Flugzeuges zeigten sich ca. 50 cm unter der Ackeroberfläche beim Abziehen der obersten Bodenschichten mit dem Bagger. Perfekte Arbeit lieferte Heiner Hupe vom THW ab. Auf Anweisung von Werner Oeltjebruns steuerte Hupe die Schaufel um die Trümmersäule die das Jagdflugzeug bildete als es fast senkrecht im Winter 1944/45 in den Boden einschlug. Versuche die reste des Wracks Schicht für Schicht abzutragen, konnte aufgrund des kompakten Bodens in dem die Blechfetzen wie Blätterteig geschichtet lagen, nicht umgesetzt werden.

Die Trümmersäule, gebildet aus dem Rumpf der Me 109

Die Trümmersäule 

Die Schichten wurden durch den Bagger, unter wachsamen Augen des Umbetters Erwin Kowalke abgetragen. Mitglieder der Arbeitsgruppe Luftfahrtarchäologie Niedersachsen durchsuchten den Aushub nach sterblischen Überresten, bargen aber nur Wrackteile, darunter eines der drei Propellerblätter sowie zwei Maschinengewehre MG 131 die den ersten Einsatz des Kampfmittelräumdienst forderten. Später wurde dann noch die dazugehörige Munition geborgen. Ein Hinweis auf den Verbleib des Piloten gab dann bald ein Fragment der Erla-Haube des Cockpits von der Scharnierseite. Dieses Fragment ließ vermuten das der Pilot sein Flugzeug nicht verlassen konnte 

MG 131

Waffengehäuse eines MG 131

Dies stellte sich dann aber mit erreichen des Cockpitbereichs als Irrtum heraus. Vom Piloten keine Spur, kein Gurtzeug, kein Fallschirm, keine Uniformteile und keinerlei sterblichen Überreste. Der Motorblock wurde dann fast als letztes in vier Meter Tiefe geborgen. Die Randbereiche des Aufschlagkraters wurden dann noch in der Tiefe abgebaggertet, um sicherzustellen das nichts übersehen wurde.

 Aufschlagkrater

Nach Verladen der Wrackteile und schließen der Grube wurde nach 18:00 Uhr die Arbeit beendet. 

 

 

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