Fliegerschicksale

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26.12.1944 Neddenaverbergen

(Lohberg)

Angriffsziel : Reichsverteidigung
Absturzzeit :  
Flugzeugtyp : Me 109
Seriennummer :  
Werknummer:  
Kennung :  
Nickname :  
Einheit :  
Heimatbasis : Delmenhorst ?
Status der Besatzung : 1 WIA


Die Besatzung:

FunktionDienstgradNameStatus
P Uffz. Driebe WIA

 

Etwa um die Mittagszeit kam es an diesem Tag über dem westlichen Teil von Neddenaverbergen zu einem Luftkampf zwischen einer Me 109 und alliierten Jägern. Hermann Hogrefe aus Neddenaverbergen, der gerade mit dem Rad auf dem Heimweg von Wittlohe in das elterliche Haus in Neddenaverbergen war, suchte im Ortsteil Karkhorn in einer Mulde unter Gestrüpp Deckung und beobachtete den Luftkampf. Die deutsche Maschine konnte sich nicht den alliierten Jägern entziehen und war offenbar beschädigt, so daß der Flugzeugführer zur Notlandung über dem Turnierplatz, einer Heidefläche westlich der Lohbergstraße, ansetzte. Die Maschine hatte die Hochspannungsleitung abgerissen und war ohne in Brand zu geraten auf der westlichen Lohbergkuppe liegen geblieben.

Hogrefe hatte mitlerweile seine Deckung verlassen und war zurück zur Lohbergstraße gefahren, wo ihm, völlig aufgelöst, zwei Neddener Mädchen im Konfirmandenalter entgegengelaufen kamen. Ihre Fahrräder hatten sie bei ihrer Flucht auf dem Lohberg liegengelassen. Im Bereich der oberen Lohbergstraße trat plötzlich ein Mann in Fliegerkombination aus dem Gebüsch. Hermann Hogrefe ging auf den Flugzeugführer zu, als dieser durch Handzeichen friedliche Absichten zu erkennen gab. Der Notgelandete war der Unteroffizier Driebe aus Bremen. Im Hause Hogrefe leistet eine Rot-Kreuz-Schwester aus Neddenaverbergen Erste Hilfe und verband Driebe eine Verletzung am Kopf. Nachdem dieser sich gestärkt und geruht hatte fuhr er mit der Kleinbahn nach Verden und dann weiter zu seiner Einheit.

Etwa fünf Jahre nach dem Krieg trafen sich Driebe und Hogrefe nocheinmal.


Quellen:

Hermann Hogrefe in der Dorfchronik von Neddenaverbergen 1987

 

Stand 24.07.2015

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